Eine Analyse der 8Health Management Beratung.

Management-Weiterbildung für Klinikärzte

Eine Führungskraft im Krankenhaus muss heute mehr mitbringen als nur ein Studium in Medizin, BWL oder Gesundheitsökonomie. Doch die am Markt bestehenden Management-Weiterbildungen für Klinikärzte unterscheiden sich u.a. in Umfang, Kosten, Format und Kompetenzvermittlung. Um als Führungskraft erfolgreich zu sein, ist eine Management-Weiterbildung essentiell wichtig. Doch etablierte Institutionen oder Inhouse-Angebote bieten zumeist veraltete Lernstrukturen, -inhalte und -formate. Diese benötigen dringend eine Überholung. Unter den neuen digitalen Angeboten finden sich andererseits viele ungeprüfte Inhalte ohne Lernerfolgskontrollen, sodass keine Zertifizierung möglich ist. Es bedarf also einer vorsorglichen Auslese, bevor eine Management-Weiterbildung für Klinikärzte angetreten wird. Woran erkennen Sie ein Angebot, das optimal vorbereitet?

 

Mehr als Theorie

Bei der Breite an (berufsbegleitenden) Management-Weiterbildung für Klinikärzte finden sich Anbieter unterschiedlichster Art und Weise. Neben den Hochschulen gibt es inzwischen auch eigene Zertifizierungs- und Weiterbildungsprogramme von privaten Akademien, die Teil einer Beratungsgesellschaft sind (wie zum Beispiel auch die Klinikmanagement Akademie). Einige davon finden ausschließlich virtuell statt, während andere hingegen reine Präsenzveranstaltungen umfassen. Und manche verbinden E-Learning mit Online-Live-Sessions. Auch der Praxisanteil ist nicht gleichermaßen gegeben. Da die meisten Klinikmanager und -managerinnen jedoch bereits ein Hochschulstudium absolviert haben, suchen sie häufig eine Möglichkeit zusätzliche Kenntnisse auszubauen, die ihnen im Alltag weiterhelfen. Das geht mit den veränderten Anforderungen an Führungskräfte im Krankenhaus einher. Nicht nur betriebswirtschaftliche Kenntnisse sind notwendig, sondern auch Softskills für die Mitarbeiterführung, aber auch erfolgreiches Krisenmanagement. Viele Anbieter kommen hier schnell an ihre Grenzen.

Das zeichnet erfolgreiche Fortbildungsprogramme aus:

  • Es vermittelt nicht nur theoretisches Wissen, sondern auch wichtige Praxisinhalte.
    Dafür sollte es auch Dozierende aus der Praxis geben und nicht nur Professoren, die seit Jahrzehnten ihren Lehrstuhl nicht verlassen haben.

  • Der Lehrplan lässt Spielraum für aktuelle Themen.
    Neue Gesetzesänderungen oder auch aktuelle Entwicklungen in Zeiten einer Pandemie – eine Weiterbildung sollte auch auf diese Fragestellungen eingehen und Hilfestellungen geben.

  • Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer verlassen regelmäßig ihre Komfortzone.
    Schluss mit Beschallung von vorne. Im Klinikmanagement steht man ständig im Fokus und muss selbstständig agieren. Deswegen sollte in einem Programm genau das trainiert werden und nicht nur das Zuhören oder Auswendiglernen von Inhalten.

  • Die Seminare finden online, aber nicht nur on-demand statt und bieten intensive Austauschmöglichkeiten.
    Ergänzende On-demand Angebote sind hilfreich, aber um die Wirksamkeit einer künftigen Führungskraft zu erhöhen, ist der direkte Austausch – dieser kann auch digital stattfinden mit anderen Teilnehmerinnen und Teilnehmer im 1:1-Gespräch sowie in der Gruppe auch wichtig. Dadurch wird auch ein Netzwerk aufgebaut, das in der späteren Führungsposition nützlich ist.

  • Es umfasst einen begrenzten Zeitraum und besitzt trotzdem eine Regelmäßigkeit.
    Idealerweise tauschen sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ihre Grundlagenkenntnisse in Online-Live-Sessions aus. Das breite Wissen, das später benötigt wird, kann nicht innerhalb von 10 Wochen aufgebaut werden.

  • Die breite Kompetenzentwicklung steht im Fokus.
    Nicht nur Fachkompetenz ist entscheidend für eine Führungsposition. Auch methodische Kompetenzen wie Management-Frameworks und persönliche Kompetenzen sind wichtig. Diese Kompetenzen dürfen nicht nur theoretisch vermittelt, sondern müssen auch immer wieder in praktischen Übungen trainiert werden.

  • Der Anbieter ist innovativ und renommiert.
    Achten Sie auf Referenzen durch andere Teilnehmerinnen und Teilnehmer und Kooperationspartner. Auch die Vielfalt und Qualität der Kursleitung ist ein relevantes Entscheidungskriterium., während Zertifizierung aufgrund ihrer langen Gültigkeit kein zwingendes Kriterium sind.

  • Das Lehrmaterial steht nicht nur in schriftlicher Form zur Verfügung.
    Unterschiedliche Lerntypen (kinästhetisch, auditiv, visuell) müssen auch beispielsweise durch Video-Tutorials oder Audio-Aufzeichnungen abgeholt werden, damit sich der Lernstoff einprägt. Wichtig ist ein Medien-Mix der angebotenen Inhalte.

  • Das Ausbildungsprogramm setzt auch nach Beendigung noch Impulse.
    Egal ob TeilnehmerinnenTeilnehmer und Dozierende noch über Plattformen in Kontakt bleiben oder ob es Aufbaukurse gibt: Sobald das neu erworbene Wissen angewendet wird, entstehen Fragen und es besteht vermehrt der Wunsch sich auszutauschen.

  • Die Motivation und Inspiration sorgen für mehr Nachhaltigkeit.
    Spaß beim Lernen sorgt dafür, dass Inhalte besser verinnerlicht und auch Jahre später noch gerne umgesetzt werden.

     

     

Fazit

Um Anbieter und deren Management-Weiterbildung für Klinikärzte sinnvoll vergleichen zu können, ist es allerdings notwendig sich zuvor über die persönlichen Ziele klar zu werden. Das kann im Austausch zwischen Mitarbeiterin/Mitarbeiter und Führungskraft stattfinden, wenn die Entwicklung das eigene Unternehmen betrifft. Gibt es Karriereziele außerhalb des Unternehmens, hilft auch der Austausch im eigenen Netzwerk oder die Zusammenarbeit mit einem Karriere-Coach.

Insgesamt kommen digitalen Formaten wie Online-Kursen eine zunehmende Bedeutung zu, wie auch dieser Beitrag vom Institut für Medizinische Informatik der Charité Berlin, erschienen auf ärzteblatt.de, aufzeigt.

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