1. Wie kann ich die vorhandenen Kompetenzen optimal einsetzen?

Der medizinische Fortschritt verlangt den Krankenhäusern ständige Neuerungen und Investitionen ab. Die Krankenhausbudgets steigen aber nicht im nötigen Maße. Um organisatorisch entgegen zu wirken, bedarf es professionellem (ärztlichem) Klinikmanagement.

Jedoch sind Mitarbeiter:innen in den meisten Krankenhäusern aus folgenden Gründen schwer zu entbehren:

  • hohe Belastung der einzelnen Mitarbeiter
  • knappe Dienstpläne und wenig Zeit
  • beschäftigt mit unwichtigen Themen

Deshalb ist die Rolle des Klinikmanagers eine Investition in die Organisation, die sich nach kurzer Zeit bezahlt macht. Die Hauptaufgabe ist es, die Kompetenzen der Fachkräfte zu identifizieren und zu vereinen.

2. Wie ist die Ausgangslage in meinem Krankenhaus?

Eine der wichtigsten Kernleistungen von Krankenhäusern ist die medizinische Versorgung kranker Menschen. Da sich die Rahmenbedingungen zur (medizinischen) Leistungserbringung in den letzten Jahren dramatisch verändert haben, muss das Management von Kliniken auf die neue Situation reagieren. Das System der diagnosebezogenen Fallpauschalen (DRGs) zwingt zu deutlich höherer Effizienz in der Leistungserbringung. Handlungsbedarf entsteht jährlich neu. Die Krankenhausbudgets steigen seit Jahren nur noch unterproportional. Das Arbeitszeitgesetz führt zu erheblichen Lücken bei der Dienstplangestaltung, die sich dank der vermehrten Prüftätigkeit von Überwachungsbehörden nicht ohne weiteres kaschieren lassen. Der Ärztemangel stellt zunehmend die Fähigkeit zur Leistungserbringung infrage. Stationen müssen geschlossen, Operationen verschoben oder abgesagt werden. Gleichzeitig führt die demografische Entwicklung zu einem erhöhten Bedarf an medizinischen Leistungen generell und auch an Krankenhausleistungen, besonders für Senioren. Und zu guter Letzt führen externe Effekte (Covid-19) zu Budgetverschiebungen und Sondersiuationen.

Geschäftsführer stellen immer wieder fest, dass die medizinische Leistungserbringung nicht umfassend und ausreichend koordiniert ist.

Digitales Lernen im Klinikmanagement

5 Dinge die ein Klinikmanager wissen sollte

3. Was sind aktuelle „hot topics“ in der Gesundheitswirtschaft?

  • Personalmangel (Ärzte & Pflege)

  • Digitalisierung

  • Investitionsfinanzierung

  • Fundraising

  • Personalentwicklung (Arztliche Aus-, Fort- und Weiterbildung)

  • Qualitätsmessung durch Indikatoren

  • Integrierte Versorgung & Versorgungsforschung

  • Personalmanagement

  • Entlastung der Ärzte von berufsfremden Tätigkeiten

  • Erlössicherung der Klinik

Für Klinikmanagement ist die Fort- und Weiterbildung das wichtigste Instrument, da sich die Grundfaktoren: Rahmenbedingungen, Personal und Patienten kontinuierlich verändern.

4. Mit welchen Maßnahmen kann den Herausforderungen begegnet werden?

  • SOPs aktualisieren

  • Behandlungspfade definieren (inkl. Verweildauer)

  • Patientenaufnahme definieren

  • Leistungs- und Kennzahlenanalyse, Deckungsbeitragsrechnung

  • DRG-Controlling verstetigen

  • Investitionsbedarf identifizieren und anmelden

  • Fundraisingprojekt starten

  • Onboarding neuer Mitarbeiter:innen verbessern

  • Fallbegleitende Kodierung

  • Patienten- und Mitarbeiterzufriedenheit messen und verbessern

  • … und viele mehr!

Es gibt zahlreiche „Werkzeuge“ für Klinikmanager in deutschen Kliniken. Es empfiehlt sich mittelfristig 1-2 Schwerpunkte festzulegen, um nachhaltige Weiterentwicklung fördern zu können.

5. Was sind relevante Informationsquellen